MoKli: Moor- und Klimaschutz - Praxistaugliche Lösungen mit Landnutzern realisieren

Modellregion Miele und Windberger Niederung:

Die Miele- und Windberger Niederung (insgesamt ca. 7.500 ha) werden als Acker oder Grünland z.T. intensiv bewirtschaftet. Andere Bereiche der Niederungen stehen unter Naturschutz, werden extensiv bewirtschaftet oder liegen brach. In der Region besteht neben dem Klimaschutz auch Handlungsdruck für den Moorschutz aus wasserwirtschaftlicher Sicht. Das Gebiet ist aufgrund der anhaltenden Entwässerung der Moorböden gesackt, gleichzeitig steigt der Meeresspiegel. Die Entwässerung ist – und wird in Zukunft immer – schwieriger. Dies liegt an einer „Wannen-Situation“, aber auch an der freien Entwässerung über den Speicherkoog ohne Schöpfwerk. Diese Bereiche weisen ein hohes Schutz- und CO2-Einsparpotential auf. Es fehlen bisher Planungen und Konzepte für im Sinne des Moorschutzes angepasste Flächennutzungen, ebenso wie Vermarktungsalternativen und Finanzierungsmodelle. Hier kann das MoKli Projekt („Moor- und Klimaschutz – Praxistaugliche Lösungen mit Landnutzern realisieren“) ansetzen und beraten.

Hintergrund:

Das Mokli Projekt wird vom Deutschen Verband für Landschaftspflege (» DVL) und dem Greifswald Moor Centrum (» GMC) als Projektträger durchgeführt. Es wird von 2019-2022 im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und nukleare Sicherheit gefördert. Mokli konzipiert mit den beteiligten Akteuren ökonomisch und ökologisch tragfähige Strategien zur klimafreundlichen Moornutzung. Eine von 5 Modellregionen im Bundesgebiet ist die Miele und Windberger Niederung. Projektbearbeiter in der Modellregion sind der DHSV Dithmarschen und der BNiD. Hier sollen Kooperationen aufgebaut und die Umsetzung moorschonender Bewirtschaftung begleitet, ebenso wie Produktionswege zur Verwertung von Moor-Biomasse aufgebaut werden.

Umsetzung:

Dafür wurde vom DHSV und BNiD eine Arbeitsgruppe mit Landwirten, die in den Niederungen wirtschaften und an dem Thema Interesse haben ins Leben gerufen um ein Konzept für die Region zu entwickeln. Landwirten soll darin eine Alternative für die Bewirtschaftung nasser Moorflächen aufgezeigt werden. In Form eines Modellbetriebs sollen Anbaualternativen in der Praxis erprobt werden.

weitere Informationen:

» zum Projektflyer

» www.moorwissen.de

Ansprechpartnerinnen:

DHSV
Christina Homberger
Telefon: 0481-680825
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BNiD
Dr. Inken Mauscherning
Telefon: 0481-680818
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