Warum braucht der Naturschutz Flächen in Dithmarschen?

. . . um wertvolle Trittsteine für Wildtiere und –pflanzen zu schaffen und zu erhalten! Das Eigentum an Flächen hilft, die Belange des Naturschutzes an oberste Stelle zu setzen.

Die Gelder für den Ankauf von Flächen stammen aus dem Fonds „Mehr Natur für Dithmarschen“. Der Fonds beinhaltet Ersatzgelder des Kreises, die zum großen Teil aus dem Ausbau der Windkraftanlagen stammen. Diese Gelder werden im Fonds gebündelt, um zielgerichtete Investitionen, wie den Grunderwerb, tätigen zu können. Der jeweilige Flächenkäufer (Kreis, Gemeinde, Stiftung Naturschutz Schleswig-Holstein, Deich- und Hauptsielverband und weitere) muss die Fläche dauerhaft dem Naturschutz zur Verfügung stellen. Gekauft werden vorzugsweise Flächen mit geringem oder keinem landwirtschaftlichen Ertragspotential, zum Beispiel in Mooren. Ertragsstarke Standorte werden nur in Betracht gezogen, wenn diese sich nach eingehender fachlicher Prüfung als wichtiger Trittstein oder potentielle Tauschfläche eignen.

Doch die Herausforderungen des Naturschutzes lassen sich nicht allein durch Flächenkauf lösen. Deshalb ist es von ebenso entscheidender Bedeutung, die Anliegen des Arten- und Naturschutzes in die Landnutzung zu integrieren. Privateigentümer können sich daher auch für eine langjährige Nutzungsänderung für den Naturschutz entschließen. Dafür erhalten sie eine Einmalzahlung die sich meist auf zweidrittel des Kaufpreises beläuft und eine Vertragsbindung von dreißig Jahren beinhaltet. Es besteht neben der langjährigen Nutzungsänderung auch die Möglichkeit Einzelmaßnahmen auf privaten oder öffentlichen Flächen durch den Fonds „Mehr Natur für Dithmarschen“ finanziert zu bekommen. Hierzu zählen zum Beispiel die Anlage von Gewässern und Knicks oder die Entwicklung von Magerbiotopen. Die Dauerhaftigkeit eines Projektes oder Einzelmaßnahme ist entscheidend für die Finanzierung durch den Fonds.
» Unser Weißstorchprojekt

Je höher die Intensität der Landbewirtschaftung ist und je enger die Fruchtfolgen sind, desto weniger sind landwirtschaftlich genutzte Flächen für Wildtiere geeignet. Die Abnahme von einst weit verbreiteten Vogelarten im ländlichen Raum ist nur eine von vielen Folgen. Auf der anderen Seite sind einige dieser Tierarten von landwirtschaftlicher Nutzung abhängig. Darum werden über verschiedene Fördermöglichkeiten einjährige und mehrjährige Maßnahmen finanziert, die den Naturschutz auch in die konventionelle Bewirtschaftung integrieren wollen. So werden beispielsweise Nester von Wiesenbrüter gesteckt und monetär entgolten oder die winterliche Stoppelbrache finanziert. Es bestehen auch Möglichkeiten Flächen mit einer finanzierten Blühmischung oder Obstbäumen aufzuwerten.
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Wollen Sie ihr Flurstück dem Naturschutz veräußern, zur Verfügung stellen oder einfach eine bunte Wiese entstehen lassen? Wir beraten Sie gerne dazu!

Linda Beher
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