Fischotter

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Noch bis in die 1980er Jahre war der Fischotter (Lutra Lutra) im Kreis Dithmarschen verbreitet. Doch seit Anfang der 1990er Jahre galt die Marderart hierzulande und in weiten Teilen Schleswig-Holsteins als ausgestorben. Als eine der am stärksten bedrohten Säugetierarten Mitteleuropas wird der Fischotter aktuell in der Roten Liste Schleswig-Holsteins, sowie deutschlandweit als „vom Aussterben bedroht" geführt und ist zusätzlich über die Flora-Fauna-Habitat-Richtlinie (FFH) geschützt. Der Fischotter leidet zunehmend unter dem Verlust seiner Lebensräume, in Form von sauberen und naturnahen Fließgewässern und unter Nahrungsmangel. Der Fischotter gilt aufgrund seiner hohen Ansprüche an die Wasserqualität als „Indikatorart", denn von den Schutzmaßnahmen für ihn profitieren auch viele andere Arten wassergeprägter Lebensräume.

Erfreulicherweise breitet sich der Fischotter in Schleswig-Holstein, vor allem aufgrund von Schutzmaßnahmen, in Richtung Dithmarschen wieder aus. Damit er hier geeignete Bedingungen vorfindet, führt das Bündnis Naturschutz in Kooperation mit dem Verein „Wasser Otter Mensch e.V. (WOM)" dieses Artenschutzprojekt durch. Nach einer ersten Kartierung über eventuelle Vorkommen des Fischotters, sowie potentiellen Gefahrenstellen, wie z.B. unvermeidliche Strassenquerungen, werden geeignete Schutzmaßnahmen, aber auch Maßnahmen zur Habitatsverbesserung geplant. Dies können unter anderem verbesserte Uferbereiche- oder Gewässergestaltung sein.

Die Artenschutzmaßnahmen werden in Absprache mit den Flächeneigentümern, den örtlichen Wasser- und Bodenverbändern und dem Kreis Dithmarschen geplant und durchgeführt.

Ansprechpartner:
René Seifert, M.Sc.
Telefon: 0481-680816
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(Foto: Rudi Herrmann)